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Ansprechpartner
Remus Pepene; Quelle: Badischer Landesverein für Innere Mission
Remus Pepene
Stationäre Jugendhilfe
Telefon: 07252 / 587-113

Hohberghaus-Info 2/2018

Hohberghaus-Info 2/2018.pdf

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Erziehungsstellen

Was ist eine Erziehungsstelle?

Eine Erziehungsstelle bietet Kindern und Jugendlichen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, ein neues Zuhause. Kurzgefasst kann diese Hilfeform als Erziehung in einer Familie mit Betreuung durch eine professionelle Fachkraft, die beim Hohberghaus angestellt ist, beschrieben werden. Damit ist diese Hilfeform eine wertvolle Alternative zur Heimunterbringung, die Kindern und Jugendlichen in einem familiären Kontext stabile Beziehungen und individuelle Förderungsmöglichkeiten bietet. Seit 1999 bietet das Hohberghaus im Rahmen von Erziehungsstellen dieses zusätzliche Angebot erzieherischer Hilfe an.

Gesetzliche Grundlage des Angebots: Hilfe zur Erziehung in einer Erziehungsstelle nach § 34, § 35a und § 41 SGB VIII
 

Zielgruppe:

Diese intensivste und individuellste Form der Heimerziehung richtet sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer komplexen Problematik in der Herkunftsfamilie und dem daraus resultierenden Erziehungsbedarf eine gezielte, individuelle und fachliche Betreuung in einem kleinen überschaubaren Rahmen brauchen.

Grundsätzlich eignet sich eine Erziehungsstelle

  • wenn bei Störungen und Problemen des Bezugs- und/oder Familiensystems von einer positiven Entwicklung des Kindes momentan nicht ausgegangen werden kann.
  • für Kinder und Jugendliche, die verlässliche Beziehungen und einen förderlichen, überschaubaren Lebensort benötigen, in denen ihre Entwicklungsdefizite systematisch erkannt und fachlich gefördert werden.
  • für jüngere Kinder, die in einer stationären Wohngruppe mit wechselnden Bezugspersonen überfordert sind und dadurch in ihrer Entwicklung nicht optimal gefördert werden können. Das Kind muss die Fähigkeit besitzen, sich auf die intimen, familiären Strukturen in einer Erziehungsstelle einzulassen und das bestehende Beziehungsangebot für sich zu nutzen.
     

Rahmenbedingungen:

  • In der Erziehungsstelle werden als Fachkräfte SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und andere pädagogische Fachkräfte beschäftigt, die entsprechend qualifiziert und geeignet sind.
  • Intensives Auswahlverfahren mittels mehrerer Gesprächseinheiten (mindestens 5) mit ausgewählten Themen und Fragestellungen.
  • Einverständnis aller Familienmitglieder für die Aufnahme eines Kindes
  • Es können maximal zwei Kinder oder Jugendliche in die Familie aufgenommen werden
  • In der Regel ein eigenes Zimmer für das Kind, oder ein Zimmer, welches ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bietet. Die räumlichen Kriterien richten sich nach dem Alter und Bedarf des Kindes bzw. Jugendlichen.
  • Bereitschaft zur Kooperation mit dem Träger, der Fachberatung, der Herkunftsfamilie und dem Jugendamt.
  • Teilnahme der Familie an den regelmäßig stattfindenden Beratungsgesprächen durch die Fachberatung
  • Gewährleistung der Finanzmittel des für das Kind anfallenden erzieherischen Bedarfs

 

Betreuungsinhalte:

  • Versorgung des Kindes
  • Vermittlung von Geborgenheit und Wärme im Familiensystem
  • Alltagsgestaltung und Vermittlung lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Pädagogische Betreuung/Förderung
  • Gezieltes Aufarbeiten von Defiziten (z.B. durch Ergotherapie, Heilpädagogik, Psychotherapie)
  • Freizeitgestaltung/Angebote
  • Erziehungs- und Hilfeplanung
  • Beratung und Unterstützung in Kindergarten, Schule und Ausbildung
  • Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie? des Kindes

 

Was bietet die Einrichtung den Erziehungsstellen?

  • Die Einrichtung hat die Gesamtverantwortung für die Durchführung der Hilfe
  • Vergütung nach AVR/BAT und die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen
  • Zwischen der Einrichtung und der Fachkraft besteht ein Vertragsverhältnis (Kooperationsvertrag), in dem die Gesamtverantwortung des Trägers aufgeführt ist, vor allem seine Weisungsbefugnis der Fachkraft gegenüber.
  • Für die Qualität der Erziehungsstelle übernimmt die Einrichtung die Verantwortung, indem sie ihre Ressourcen dergestalt zur Verfügung stellt, dass der junge Mensch auch in besonderen Situationen vorrangig in der familienorientierten Hilfe leben kann
  • Die Mitarbeiter/-innen werden intensiv auf ihre Betreuungsaufgabe vorbereitet
  • Die Mitarbeiter der Erziehungsstellen werden regelmäßig und intensiv professionell beraten
  • Einbeziehung aller Erziehungsstellen in ein Netzwerk zur kollegialen Beratung und Austausch
  • Es werden maximal zwei Kinder oder Jugendliche in die Familie aufgenommen
  • Von den Mitarbeitern werden Offenheit und Flexibilität in der Gestaltung der Lebensperspektiven der Kinder, z.B. keine Abschottung gegenüber der Herkunftsfamilie, vorausgesetzt
  • Ebenso trägt der Mitarbeiter die Verantwortung für eine planvolle Strukturierung des Erziehungsgeschehens in der Lebensgemeinschaft (z.B. Erziehungspläne, systematische Fortschreibung von Hilfeplänen nach § 36)

 

Das Hohberghaus ist daran interessiert, qualifizierte Fachkräfte für die Erziehungsstellen zu gewinnen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an folgende Adresse und vereinbaren ein Informationsgespräch.