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Hohbergschule

Als sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (SBBZ ESENT) richtet sich die Hohbergschule an Kinder und Jugendliche der Klassenstufen 1-10. 

Jugendliche auf dem Hohberghaus-Gelände.
Angeboten werden die Bildungsgänge Grundschule, Haupt- und Werkrealschule sowie Förderschule. Neben der Stammschule gehören auch Außenstellen zur Hohbergschule.

 

Ziele:

Unser primäres Ziel ist das Erreichen einer individuellen Persönlichkeitsstärkung und damit verbundenen adäquaten Verhaltensstabilisierung.

Weitere Ziele sind darauf aufbauend

  • die Rückschulung in eine allgemeine Schule in Verbindung mit der übergangsweisen Schulbegleitung während der Reintegrationsphase
  • das Erreichen des allgemeinen Haupt-, Werkrealschul- oder Förderschulabschlusses auf der Basis der gültigen Prüfungsbedingungen im Land Baden-Württemberg. 

Pädagogisches und organisatorisches Konzept:

Die Hohbergschule beschult schulpflichtige Kinder und Jugendliche

  • in Kleinklassen von 6 bis 12 Schüler*innen.
  • im Klassenlehrerprinzip.
  • häufig im Teamteaching.
  • in differenzierendem Kleingruppenunterricht.
  • in projektorientiertem, fächerverbindendem Unterricht.
  • unter Beachtung ihrer individuellen Lern-/ Leistungsfähigkeit.
  • in Kooperation mit den Eltern, dem zuständigen psychologischen Fachdienst und den Mitarbeiterteams der Jugendhilfe.

Wir fördern schulpflichtige Kinder und Jugendliche indem wir 

  • gezielt mit und an ihren Stärken und Schwächen arbeiten. 
  • parallel zu spezifischen Fach- und Sozialkompetenzen.
  • in ihren Interessen und Neigungen in Erweiterten Bildungsangeboten.
  • im Bereich der Lese-Rechtschreib-Schwäche und Dyskalkulie.

Kooperationsformen:

Neben der schulischen Betreuung der Kinder und Jugendlichen des Hohberghauses bietet die Hohbergschule Mädchen und Jungen von anderen Jugendhilfeeinrichtungen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie dem Enzkreis die Möglichkeit zur Teilnahme am Unterricht.

Innerhalb der Gesamteinrichtung arbeiten Lehrerkollegium, Gruppenteams und psychologischer Fachdienst bei der Erziehungsplanung und der Umsetzung eng zusammen.

Außerdem: Wir ermöglichen Kindern und Jugendlichen mit einem erhöhten Bedarf an sozial-emotionaler Förderung in der Regelschule zu bleiben. Dazu arbeiten wir in einer kooperativen Organisationsform eng mit der Ludwig-Uhland Schule in Birkenfeld zusammen. Durch die enge Kooperation von Sonderschullehrern und eines Sozialpädagogen können acht Schüler nach ihren Bedürfnissen unterrichtet werden.

Rahmenbedingungen:

Das betroffene Kind und die Eltern oder Sorgeberechtigte müssen mit einer Umschulung in das SBBZ einverstanden sein und dem erforderlichen Umschulungsgutachten durch das zuständige staatliche Schulamt zustimmen. Kind, Eltern und zuständiges Jugendamt haben der gleichzeitigen Aufnahme in ein Jugendhilfeangebot des Hohberghauses oder einer unserer schulischen Kooperationseinrichtungen zugestimmt. 

Lerngruppen:

Der pädagogische Ansatz der Lerngruppen ermöglicht es, Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen Entwicklung exakt einzuschätzen und dadurch passgenau an den notwendigen Punkten zu fördern. Das Hohberghaus beschreitet dabei neue Wege und verbindet Klassenstrukturen mit Tagesgruppen. Dabei arbeiten jeweils zwei Lehrer/-innen und zwei Sozialpädagogen/-innen in Lerngruppen für bis zu 8 Schülerinnen und Schülern zusammen. Diese hohe Personaldichte erlaubt eine besonders intensive Unterstützung der Kinder und Jugendlichen.

Der „Lernstern“

Der „Lernstern“ ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Die altersgemischte Gruppe wird von einer Lehrerin und insgesamt drei Sozialpädagog*innen betreut. Ziel ist die mittel- bzw. langfristige Rückführung und inklusive Beschulung an einer Regelschule. Ein dauerhafter Verbleib in der Hilfe ist nicht vorgesehen.
Um dies zu erreichen, werden für jedes Kind individuelle schulische und sozialpädagogische Ziele bestimmt. Allgemein geht es darum, Sozialkompetenz, Eigen- und Selbstständigkeit zu entwickeln. Konflikt- und Problemlösungsstrategien sollen erlernt, Empathie und der Umgang mit Gefühlen gefördert werden. Ein weiterer Fokus liegt darauf, weitere Kompetenzen zu stärken, die Kindern mit ASS Schwierigkeiten bereiten.
Die schulische Förderung soll die Kinder zum Lernen und Arbeiten motivieren. Durch ein individuelles Arbeitstempo werden eventuelle Versäumnisse abgebaut – und das Kind zum passenden Schulabschluss geführt, sollte eine Rückschulung nicht möglich oder sinnvoll sein.

So gestaltet sich der Tagesablauf im Lernstern

Um den Kindern so viel Sicherheit wie möglich zu geben, besteht der Alltag aus einem festen Ablauf von Arbeits- und Spielzeiten. Der Morgen beginnt mit einem gemeinsamen Morgenkreis, um das momentane Befinden jedes Kindes herauszufinden.
Nach einer kurzen Spielzeit gibt es dann ein gemeinsames Frühstück. Darauf folgt die eigentliche Schulzeit, in der die Kinder individuell in ihrem jeweiligen Tempo beim Lernen unterstützt werden. Für jede Schülerin und jeden Schüler findet zweimal pro Woche in einer Kleingruppe ein gemeinsames Mittagessen mit anschließender Spielezeit (soziales Lernen) statt.
An Betreuungstagen, an denen keine Schule stattfindet, werden gemeinsame Unternehmungen angeboten. Hier können die Kinder Neues kennenlernen und ihre Sozialkompetenz stärken. 
 
Ansprechpartner

Julia Scherf

Schulleitung Hohbergschule

Telefon: 07252 587-145

Bernhard Kölbl

Stellv. Schulleitung Hohbergschule

Telefon: 07252 587-150

Mandy Just

Stellv. Schulleitung Hohbergschule

Telefon: 07252 587-143

Hohberghaus-Info 2024
Hohberghaus-Info Cover 2024

Quelle: Badischer Landesverein

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