Außenwohngruppe (AWG) Sprantal
Unser Angebot:
Hilfe zur Erziehung in einer vollstationären Wohngruppe nach §§ 34, 41 in Verbindung mit § 27 SGB VIII.
Unsere pädagogischen Grundsätze orientieren sich an den Kinderrechten der UN-Kinderrechtskonvention.
Rahmenbedingungen:
Ein großes Einfamilienhaus am Rande des Teilortes Sprantal in einem ruhigen, naturnahen Umfeld bietet genügend Platz zum Leben und Arbeiten. Konzeptionell ist eine Gruppengröße von acht Jungen vorgesehen. Diese bewohnen fünf Einzel- und zwei Zweibettzimmer. Im Haus stehen zusätzlich eine Küche, Bäder, ein Ess- und ein Wohnzimmer zur Verfügung. Wasch-, Werk- und Vorratsraum, sowie eine große Garage im Keller werden ebenfalls täglich genutzt.
Zielgruppe:
Männliche Jugendliche im Alter ab 12 Jahren bis hin zur Verselbstständigung und Jungen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zuhause wohnen können und Hilfe zur Erziehung benötigen sowie minderjährige und junge erwachsene Jungen, die unbegleitet aus Kriegs- und Krisengebieten geflüchtet sind.
Ziele:
- Schaffung von Orientierung durch die Vorgabe fester Tagesstrukturen (allmorgendliches Aufstehen, Frühstück, Schul- und Ausbildungsbesuch, gemeinsames Mittagessen, betreute Hausaufgaben- und Lernzeit, Beteiligung an hauswirtschaftlichen Arbeiten, externe und interne Freizeitgestaltungsangebote, Abendessen, Abendgestaltung)
- Finden von geeigneten Bildungs- und Ausbildungsangeboten
- Gemeinsame Planung und Erarbeitung realistischer Zukunftsperspektiven
- Erlernen von alltagstauglicher Sprache und Kultur zur Förderung der sozialen Integration unter Berücksichtigung der individuellen kulturellen Identität
- Hinführung des jungen Menschen zu einem selbstbewussten, selbstbestimmten Leben
- Entwicklung einer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
Betreuung:
Vier hauptamtliche Fachkräfte und ein Auszubildender zum Jugend- und Heimerzieher stellen die Betreuung der Jungen ganzjährig rund um die Uhr sicher.
Die Einbeziehung der Eltern oder anderer Familienangehöriger in unsere Arbeit ist uns wichtig und bedeutungsvoll für eine gelingende Erziehungsarbeit. Die Jungen, die die Möglichkeit haben, verbringen jedes zweite Wochenende und einen Teil der Ferien nach Absprache mit den Eltern in ihren Familien.
Alle zwei Wochen findet ein Gruppenabend statt, an dem es um die Mitgestaltung der Jungen am Leben in der Wohngruppe geht. Hier können sie sich austauschen, Vorschläge einbringen, sich beschweren und so ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten wahrnehmen. Der Tagesablauf ist mit den Essenszeiten, der Lernzeit und den Ämtern strukturiert. In der Freizeit werden öffentliche Vereine und Gruppen besucht oder der Garten und die Räume für Spiel und Bastelarbeiten genutzt.
Für die Sommerferien wird eine Gruppenfreizeit angestrebt.
Kooperation und Netzwerkarbeit
Wir arbeiten eng zusammen mit
- Schulen (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (SBBZ ESENT) Hohbergschule, öffentliche Schulen)
- Jugendämter, Ämtern und Behörden
- Ärzten und Kliniken im Einzugsgebiet
- Familienangehörigen, Eltern, Erziehungsberechtigten
- Hausinternen Bereichen (Schule, psychologischer Dienst, pädagogischer Fachdienst)
- Vereinen
- Ausbildungsbetrieben und Praktikumsplätzen




